«Der Supra war Liebe auf den ersten Blick»

Achtung, fertig, Vollgas!

Ausgewählte Fans des Toyota Supra konnten das neuste Modell des japanischen Sportwagens Mitte Juli in Italien testen.

Ein Samstagvormittag im Juli. In Vairano, eine halbe Stunde südlich von Mailand, reihen sie sich auf: brandneue Toyota GR Supra, gelb, rot, weiss oder silberfarben, alle parat, um auf der Rennstrecke bis ans Limit gefahren zu werden. «3, 2, 1, Go!», ruft Instruktor Christian Arber ins Funkgerät. Das Autodrom wird schlagartig zum Konzertsaal. Das Orchester: über ein Dutzend Drei-Liter-Reihen-Sechszylinder-Motoren in den Supras, ihre Twin-Scroll-Turbolader und der eine oder andere Jubelschrei vom Fahrer- oder Beifahrersitz.

All das ist Musik in den Ohren jener Frauen und Männer, die am Steuer der Toyota Supras sitzen. Sie gehören zu den ersten Fans überhaupt, die sich im Rahmen der Toyota Supra Driving Days hinters Steuer des brandneuen Sportwagen setzen und das Gaspedal richtig durchtreten dürfen. Und erleben, wie diese Maschine Benzin in Schalldruck, Fliehkraft und Adrenalin verwandelt.

Michael Bieri und Miryam Marti.

Zum Beispiel Miryam Marti. Sie reiste stilsicher in Vairano an: in ihrem eigenen Toyota Supra MKIV, dem Vorgängermodell des Toyota GR Supra, das bis 2002 gebaut wurde und seither – unter anderem in der Filmserie «The Fast and the Furious» – Legenden-Status erreicht hat. «Der Supra ist eigentlich mein Leben!», sagt Marti. «Mit 16 hat alles angefangen. Seither geht mein ganzes Geld fürs Auto drauf!»

Ganz genau erklären kann sie ihre Faszination nicht. «Ich habe das Auto damals gesehen und mich verliebt. Das war Liebe auf den ersten Blick», sagt Marti. «Es gefällt mir einfach, macht, dass mein Herz höher schlägt. So schön!» Auch ihren Freund hat Miryam Marti in der Supra-Szene gefunden: Michael Bieri kam mit seinem eigenen Toyota Supra MKIV nach Vairano. «Wir sind von den alten Modellen angefressen. Jetzt wollen wir schauen, was der Neue kann.»

Die Ahnen des GR Supra

Bevor das soweit ist, müssen die Fans aber noch etwas Rennsport-Theorie büffeln. Für viele ist es schliesslich das erste Mal auf einem Circuit. Fahrsicherheitsinstruktor Christian Arber erklärt ihnen die Ideallinie, das korrekte Verzögern und wie man sich auf einer Rennstrecke verhält. «Das Ziel sind Emotionen», sagt Arber, «aber auch, dass die Leute einen Sicherheitsgewinn mit nach Hause nehmen. Es geht um mehr, als einfach nur Vollgas zu geben.» Es brauche «Training, Training und Training».

Bald geht es auf die Strecke. Bis zu 150 km/h liegen in Vairano auf der langen Geraden hin, geübte Fahrer werden sogar noch schneller. «Es ist mein erstes Mal auf der Rennstrecke», sagt Teilnehmer Pascal Scheidegger. «Man kann einfach mal Gas geben und muss nicht die ganze Zeit schauen, wie schnell man fährt. Man kann wirklich Spass haben», sagt der gelernte Toyota-Automechaniker. «Ich wollte nicht immer nur über das Auto reden. Ich wollte es auch fahren. Und zwar richtig.» Und was fällt ihm zum neuen GR Supra ein? «Reihen-Sechser, das ist natürlich mein Lieblingsmotor. Ein Drei-Liter – was will man mehr?»

Ein weiterer Teilnehmer, Roland Stettler, ist nach den ersten paar Runden vom Toyota GR Supra begeistert. «Der klebt. Der zieht! Ein richtig guter Karren.» Auch Stefan Hilpert ist begeistert: «Die Legende lebt wieder!»

Die Renn-DNA des Toyota GR Supra

Sogar die beiden Szene-Veteranen Miryam Marti und Michael Bieri sind begeistert vom neuen Supra. «Die Technik ist sehr gut – 20 Jahre neuer eben, das Auto ist viel kontrollierter und komfortabler», sagt Bieri. «Man kann es ganz anders bewegen als jene aus den Neunzigern. Das Fahrwerk – alles ist sensationell.» Auch Marti gefällt das neue Auto: «Ich habe gemerkt: Der beisst richtig zu. Mit dem alten ist das nicht zu vergleichen.» Bieri stimmt ihr zu: «Die älteren Supras sind viel puristischer – natürlich nie in einer Liga mit dem neuen Modell. Mit den alten war man auf der Autobahn unschlagbar, Passstrassen werden mit dem neuen sicher viel mehr Spass machen.» Sein Fazit: «Der würde richtig gut in meinen Fuhrpark passen.»

Noch mehr Eindrücke vom neuen Supra sehen Sie im Video.

Für den Rennsport nachgeschärft

Für die Rennstrecke gebaut: Der Toyota GR Supra GT4 Concept.
Der Toyota GR Supra schlägt sich im Alltag wie auf der Rennstrecke erstklassig. Doch im Sportwagen schlummert noch mehr Potenzial. Das hat auch die Toyota Motorsport GmbH erkannt, die deutsche Rennsport-Tochter der Japaner, die unter anderem die sensationellen Le-Mans-Doppelsiege von Toyota 2018 und 2019 möglich gemacht hat. Erst am Autosalon in Genf präsentierte die Toyota Motorsport GmbH den GR Supra GT4 Concept – 2020 wird man die Rennsport-Version tatsächlich kaufen können.
Die Sport-Ausführung richtet sich an Privat-Rennteams aus aller Welt. GT4-Autos sind in verschiedenen internationalen Rennserien zugelassen, in Japan etwa in der Super Taikyu-Serie, in Europa in der GT4 und bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, in den USA in der Michelin Pilot Challenge Series.
Wie in der Serienversion des Supra schlummert auch im GT4-Boliden ein Drei-Liter-Reihen-Sechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader. Dazu kommen Rennsportanpassungen wie ein hochstabiler Überrollkäfig, Front- und Heckspoiler, ein Motorsport-Tank und ein Rennsitz nach FIA-Standard. Bei der Entwicklung waren neben Toyota Gazoo Racing auch der Renn-Auspuffsystem-Spezialist Akrapovič, Reifenhersteller Pirelli und die Schmierstoff-Profis von Ravenol involviert. Preis und Lancierungsdatum dieser Rennversion sollen noch dieses Jahr bekanntgegeben werden.
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