Was der Rennsport mit dem Alltag zu tun hat

Bis ans Limit und darüber hinaus

Motorsport fasziniert. Doch für Toyotas Werksteam Gazoo Racing geht es dabei um mehr als tollkühne Helden und ihre Maschinen: Der Sport macht die Serien-Autos besser.

Wenn Toyota beschliesst, mit der Rennsport-Sparte Gazoo Racing in eine Motorsport-Serie einzusteigen, muss sich die Konkurrenz warm anziehen. Zuletzt bekamen das die Rennställe der FIA World Rallye Championship (WRC) zu spüren. Nicht einmal zwei Jahre benötigte Toyotas Werks-Rallyeteam, um die Mitbewerber zu deklassieren. Erst 2017 feierte Gazoo Racing den WRC-Einstand.

Der Sport stellt hohe Ansprüche an die Technik: Schotter, Schlamm und andere Strapazen fordern die Autos. Umso grösser war die Überraschung, als der Toyota Yaris WRC schon in der ersten Runde der Weltmeisterschaft 2017 an der Rallye Monte Carlo auf dem Podest landete. Die Techniker feilten weiter am Yaris WRC. Im ­November 2018 besiegelte das Team die Erfolgsgeschichte: Gazoo Racing holte für Toyota den WRC-Konstrukteurstitel. Weltmeister!

Bei Toyotas Sport-Engagement geht es um mehr als nur um Titel. «Die extremen Bedingungen zeigen das volle Potenzial unserer Fahrzeuge», heisst es im Leitbild von Gazoo Racing. «Potenzial, das wir im Alltag nicht zu sehen bekommen.» Das bedeutet: Lotet der Rennsport die Grenzen der Technik aus, machen die Erkenntnisse daraus die Serienfahrzeuge im Alltag noch besser. Und mehr noch: «Es geht nicht nur um die Feinabstimmung der Autos, sondern auch um die Fähigkeiten jener Menschen, die sie herstellen», schreibt Gazoo Racing.

Inspiriert vom Rennsport

Toyota Yaris GR Sport

Der Toyota Yaris GRMN machte den Anfang: Toyota liess die Ingenieure von der Leine, die bauten einen kompromisslosen 210-PS-Rennwagen, getunt in der «Grünen Hölle» des Nürburgrings. Die 400 Renn-Zwerge waren blitzschnell ausverkauft. Jetzt legt Toyota mit dem vom GRMN ­inspirierten Yaris GR Sport nach: Er kommt mit den gleichen Sachs-Stossdämpfern und Bridgestone-Potenza-Pneus, liegt 11 Millimeter tiefer als das Standardmodell und glänzt mit exklusiven Akzenten.

Toyota GR Supra

Der brandneue Toyota GR Supra trägt die Renn-DNA schon im Namen: «GR» steht für «Gazoo Racing». Auch im Auto steckt viel Motorsport-Erfahrung: Hier liessen die Entwickler von Toyota die Erkenntnisse einfliessen, die sie aus den WRC- und WEC-Serien gewonnen haben. Das perfekt ausbalancierte Fahrwerk und die hochsteife Karosserie des Serien-Supras sind auch die Basis für den GR Supra GT4 Concept, die Wettkampf-Maschine, die Toyota am Genfer Automobilsalon 2019 vorgestellt hat.

Toyota Corolla GR Sport

Mit dem neuen Corolla ist Toyota ein echter Wurf gelungen. Jetzt haben die Designer die neuste Auflage des Klassikers noch ein bisschen nachgeschärft. Sie spendierten der höchsten Ausstattungslinie einen eigenständigen Kühlergrill mit umwerfendem dunklem Chrom, eine neue Frontschürze, Seitenschweller und Heckdiffusor. Innen kommen etwa Sportsitze mit roten und schwarzen Sichtnähten dazu. Der sportlichste Corolla ist Ende Jahr als ­Touring Sports und Hatchback erhältlich.

Eine der härtesten Prüfungen für Mensch und Technik fand dieses Jahr in Südamerika statt: die Dakar Rally. Gazoo Racing schickte ­einen Toyota Hilux ins Rennen. Bis zu 800 ­Kilometer am Tag bei 40 Grad Celcius: Der ­Spezial-Pick-up meisterte die Herausforderungen mit Bravour. Und besser als die Konkurrenz: Erstmals holte Toyotas Werksteam den Gesamtsieg in der Auto-Kategorie. Und damit viele wertvolle Informationen zu Materialzuverlässigkeit und Technologie, die sich dereinst im Serienmodell niederschlagen werden.

Um Zuverlässigkeit geht es auch in der Langstrecken-Serie World Endurance Championship (WEC) der FIA. Das Technologie-Rezept von Gazoo Racing: Hybrid-Spitzentechnik von Branchenprimus Toyota. Die beiden 1000 PS starken Toyota TS050 von Gazoo Racing, die in der Königsklasse LMP1 starten, holten im letzten Jahr bei den 24 Stunden von Le Mans die beiden Spitzenplätze. Toyota bestätigte die Leistung am 16. Juni 2019 mit einem weiteren Doppelsieg. Und einem Rekord: ­Gazoo Racing fuhr mit 3 Minuten und 17,297 Sekunden die schnellste Renn-Runde aller Zeiten.

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