IQOS ist ein Tabakprodukt ausschliesslich für erwachsene Raucher, die eine Alternative suchen. IQOS ist nicht risikofrei.

«Unsere Motivation war unglaublich»

Über 20 Jahre Forschung stecken in IQOS. Kürzlich trafen sich seine vier «Väter», um über die Entwicklung zu sinnieren.

Schneider, Maeder, Zuber und Pijnenburg (von links nach rechts).

«Das hier hat uns den Weg aufgezeigt», sagt Jacques Zuber. Er dreht und wendet ein klobiges Gerät aus rotem und silberfarbenem Plastik. «Und wir mussten es als erstes sterben lassen.» Zuber war früher Technologie- und Produktentwicklungs-Direktor von Philip Morris International, heute ist er pensioniert.

Jacques Zuber zeigt den IQOS-Vorgänger Heatbar.

Der Gegenstand in seiner Hand ist ein Stück Geschichte: Heatbar hiess das Produkt, das Philip Morris Ende 2006 in der Schweiz auf den Markt brachte. Das Gerät war etwa so gross wie ein Handy aus jener Zeit. Den Weg, den es aufzeigte: Man kann Tabak erhitzen, statt ihn zu verbrennen. Bei den Konsumenten kam das unhandliche Gerät, das man mit zigarettenförmigen Tabak-Stängeln fütterte, allerdings nicht gut an. Kurz nach der Lancierung verschwand es vom Markt, erhältlich war es ausser in der Schweiz einzig noch in Australien.

Die Philip-Morris-Entwickler liessen sich nicht beirren und entwickelten die Idee weiter. Der Konzern baute in Neuenburg den «Cube», ein Forschungszentrum für mehrere hundert Wissenschaftler. Sie tüftelten weiter an der Zukunft des Tabaks, an «Heat-not-Burn»-Produkten, bei denen kein Rauch entsteht, sondern bloss ein Nikotin-Aerosol. Acht Jahre nach dem «Heatbar»-Fehlstart stellte Philip Morris IQOS vor. 2014 kam das System in Japan erstmals auf den Markt. Inzwischen ist es ein Welterfolg.

Jacques Zuber.

Zuber stieg 1981 bei der Entwicklungsabteilung des Tabakkonzerns ein. «Wir waren zu zehnt. Wir haben nicht nur für die Firma gearbeitet, sondern auch für die Raucher», sagt Zuber. «Eines Tages würden die Leute bis auf die Strassen hinaus Schlange stehen für unsere Produkte, sagten wir uns immer. Und dann hat sich das tatsächlich bewahrheitet! Jean-Claude schickte mir eine Videoaufnahme. Mir kamen fast die Tränen – das war so wichtig für uns.»

Verschiedene Enwicklungsstufen des IQOS-Systems.

Jean-Claude Schneider leitet heute die Produkte- und Prozessentwicklung für rauchfreie Produkte bei Philip Morris International. Neue Produkte wie IQOS, ist er überzeugt, sind mehr als eine grosse Veränderung für den Konzern. «Nennen wir es eine Transformation. Eine Revolution. Es geht um die komplette Neugestaltung der Organisation mit einem neuen Ziel: Die Zukunft ohne Zigaretten.»

Jean-Claude Schneider.

Kürzlich haben sich Schneider und Zuber mit zwei weiteren «Vätern» dieser Zukunft getroffen, um die Geschichte von IQOS – und des Konzerns – aufzurollen. Mit dabei waren auch Johannes Pijnenburg, Produktkonzept-Manager für «Heat-not-Burn»-Produkte und Serge Maeder, Direktor für Testlabors und analytische Forschung bei Philip Morris International. Ein kurzer Dokumentarfilm zum Treffen ist hier zu sehen:

Video auf Englisch – deutsche Untertitel können Sie mit dem «CC»-Schalter unten rechts aktivieren.

«Um es einfach zu sagen: Ich glaube, wir haben einfach das richtige getan», sagt Serge Maeder darin. «Es ist unsere Vision, dass Zigaretten irgendwann verschwinden.» Über 20 Jahre arbeitet Maeder schon daran. «Die meisten giftigen Bestandteile beim Rauchen entstehen beim Verbrennungsprozess. Wir wollten ein Produkt entwickeln, bei dem nichts verbrannt, sondern bloss Tabak erhitzt wird. So sollte das Risiko im Vergleich zum Rauchen verringert werden.»

Serge Maeder (zweiter von rechts).

Johannes Pijnenburg arbeitete damals im Bereich Tabak-Biologie. «Für mich war es offensichtlich, dass es eine radikale Veränderung braucht» sagt Pijnenburg. «Es geht nicht um einen kleinen Filter – es brauchte ein ganz neues Produkt.»

Johannes Pijnenburg.

Lange haderten die Entwickler mit dem Geschmack, den die neuen Tabak-Produkte produzierten. Auch der IQOS-Vorläufer Heatbar scheiterte daran. «Wir wussten, dass es möglich war, ein Aerosol zu erzeugen. Wir wussten bloss nicht, wie wir ein angenehmes Aerosol erzeugen können. Hunderte wenn nicht tausende Menschen haben versucht, dieses Problem zu lösen», sagt Jacques Zuber. «Das Motivationsniveau war unglaublich hoch. Wäre uns ein Löwe im Weg gestanden, ich glaube, wir hätten ihn einfach gefressen.»

Die Entwicklung war für alle Beteiligten Neuland. «Unsere Erfahrungen hatten wir alle mit Zigaretten gemacht», sagt Johannes Pijnenburg. «Wenn nicht mehr verbrannt wird, muss man wieder bei Null anfangen. Wir haben alles angeschaut: Pfeifentabak, Zigarrentabak, aber die waren noch schlechter als jener für Zigaretten. Wir mussten etwas finden, was besser schmeckt.»

Umso schöner war der Durchbruch. Jacques Zuber erinnert sich: «Ich sag euch, ich bin aus dem Labor gerannt. Ich hab gefeiert. Das war so ein grosser Schritt vorwärts.» Bis heute verfolge er die Entwicklung, sagt Zuber. «Es ist 20 Jahre her, seit wir diese Ideen hatten. Und seither sind sie so wichtig für mein Leben geworden.»

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2019-10-14T18:13:18+02:00
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